Allgemein und verpflichtenden Hygienemaßnahmen "Schutz- und Hygienekonzept"

Schutz- und Hygienekonzept

der sozialen Sanitäter

Einführung


Die Corona (SARS-CoV-2)-Pandemie führt zu erheblichen Veränderungen in allen Lebensbereichen und trifft das gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Leben gleichermaßen, Erwerbstätige und Erwerbslose. Diese Pandemielage ist eine Gefahr für die Gesundheit und zugleich für die Sicherheit und Ordnung der betroffenen Gebiete.
Sie hat erhebliche Auswirkungen auf das Leben jedes Bürgers in den betroffenen Gebieten und betrifft alle wirtschaftliche und soziale Aktivitäten und damit die ganze Leben.

SARS-CoV-2 wird hauptsächlich durch Tröpfchen übertragen, wahrscheinlich auch über Kontaktflächen. Tröpfchen entstehen beim Sprechen, Husten und Niesen.

Nach heutigem Stand kann die Medizin nicht mit Sicherheit sagen, welche Langzeiterkrankungen und Folgen eine Ansteckung und Erkrankung an Corona (SARS-CoV-2) nach sich ziehen kann. Entsprechend gilt, die Ansteckung Prävention als höchste gesellschaftliche Aufgabe.

Trotz zahlreicher Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen ist die Zahl der Neuinfektionen leider auf kein niedriges Niveau gesunken. Was bedeutet, dass unter Einhaltung bestimmter Hygienemaßnahmen eine Ausbildung in der Erste-Hilfe möglich ist und dadurch die Bereitschaft zur Ersten-Hilfe nicht sinken muss.

Erste-Hilfe gehört zu den elementaren, sozialen Grundsäulen der Gesellschaft bei welcher es darum geht. Einen verletzten oder hilflosen Menschen in einer Notsituation zu helfen bis der Rettungsdienst eintrifft.

Rechtsgrundlage


  1. Rechtsgrundlage für den Hygieneplan ist die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV vom 05.03.2021).

     § 20 Außerschulische Bildung, Musikschulen, Fahrschulen
    (3) Erste-Hilfe-Kurse und die Ausbildung von ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks sind zulässig, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m gewahrt ist. Es besteht Maskenpflicht, soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann, insbesondere in Verkehrs- und Begegnungsbereichen, sowie bei Präsenzveranstaltungen am Platz. 3 § 17 Satz 2 gilt entsprechend. Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

  2. Rechtsgrundlage aufgrund des geänderten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite vom 22. April. 2021.

    Gem. §28b sind Dienstleitungen erlaubt, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht unterschritten wird und in geschlossenen Räumen eine FFP2-Maske zu tragen. Zudem ist gemäß dem Gesetz ein negativer SARS-CoV-2 Test vorzulegen, der nicht älter 24 Stunden ist! 

  3. Sollte ein Teilnehmer(in) keinen Negativattesten vorlegen können, dürfen die TN einen Schnelltest durch unseren Ärztlich eingewiesenen Tester durchführen, welcher gem. dem Infektionsschutzgesetz zur Testung berechtigt ist.

  4. Die Vertragsparteien sind sich einig, dass der Gesundheitsschutz und Infektionsschutz während der Ausbildung an oberster Stelle steht und folgende Maßnahmen eingehalten werden müssen. Sollten die folgenden Punkte in einem Lehrgang nicht umzusetzen sein, führt dies zur  Absage oder Abbruch des Kurses.

1. Allgemeine Hygienemaßnahmen


  1. Im Schulungsraum müssen vor Lehrgangsbeginn alle Kontaktflächen einschließlich Türen, Türgriffe mittels Scheuer-Wisch Desinfektion nach einem durch den Hersteller validierten Verfahren mit einem geeigneten Desinfektionsmittel desinfiziert und dokumentiert worden sein.
  2. Der Schulungsraum muss vor Schulungsbeginn ausreichend gelüftet sein und.
  3. In jeder Pause wird der Schulungsraum Stoß gelüftet.
  4. Die Teilnehmer erhalten Zugang zu Wascheinrichtungen damit Sie am besten vor Betreten des Schulungsraums gründlich die Hände waschen und/oder zu desinfizieren können.
  5. Regelmäßige desinfizierende Reinigung der sanitären Anlagen.
  6. Die Schulungsteilnehmer werden über die Hygienemaßnahmen informiert. Dazugehört auch das Einhalten des Abstandsgebotes, Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der vorgeschrieben Klassifizierung. Hust- und Nieskette, Handhygiene.
  7. Zur Schulung werden nur Teilnehmer zugelassen, welche frei von Sichtbahren, ansteckenden Krankheiten sind. Teilnehmer welche Symptome wie trockenen Husten, Fieber, Müdigkeit, Gliederschmerzen, Halsschmerzen, Durchfall, Bindehautentzündung, Kopfschmerzen, Verlust des Geschmack- oder Geruchssinns, Atembeschwerden oder Kurzatmigkeit sind dürfen nicht an der Schulung Teilnehmen.
  8. Die Raumgrößen müssen so dimensioniert sein, dass alle Teilnehmer mindestens 1,5 m Abstand zueinander einhalten können und alle Teilnehmer müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
  9. Im Fall, dass ein Teilnehmer ein sogenanntes Face Shild tragen möchte oder mittels Vorlage eines ärztlichen Attest nachweist, dass er aus gesundheitlichen Gründen kein Mund-Nasen-Schutze tragen darf/ muss, kann der Teilnehmer(in) aus Gründen des Infektionschutzes nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Auf der Webseite des Bayerischen Staatsministerium https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/haeufig-gestellte-fragen/wird eindeutig erklärt, dass ein Plastikvisier keinen ausreichenden Schutz darstellt. Dieses kann lediglich ergänzend zur MNS/FFP2 Maske getragen werden.
  10. Im Schulungsraum sollen nach Möglichkeit, für die Teilnehmer keine Tische bereitgehalten werden. Sind Tische vorhanden, können diese natürlich genutzt werden und sollten in den Pausen mit einer Scheuer-Wisch Desinfektion entkeimt werden. Nur für das Bereitstellen von Ausbildungsmaterialien werden zwei Tische benötigt.
  11. Bei der Onlinebuchung erhält der anmeldende eine Ausfertigung unseres Konzeptes welches Bestandteils der AGB ist.

2. Maßnahmen vor und während der Schulung


  1. Vor Lehrgangsbeginn werden alle Teilnehmer belehrt, dass Sie nur am Kurs teilnehmen können, wenn Sie gesund und frei von Atemwegssymptomen (sofern nicht vom Arzt z.B. abgeklärte Erkältung) und/oder Fieber sind.
  2. Einhalten des Mindestabstandes von 1,5 m zwischen zwei Personen ist unbedingt einzuhalten. Ausgenommen hiervon sind Teilnehmerübungen zwischen zwei Personen; hier sind Mund-Nasen-Bedeckungen/Mund-Nasen-Schutz in der jeweils vorgeschriebenen Schutzart (z.B. FFP2) zu tragen, Größe des Lehrsaals ist so zu planen, dass Mindestabstand eingehalten werden kann – 10 m² für die Lehrkraft und mindestens 4 m² pro Teilnehmenden.
  3. Von der Abstandsregel sind Personen aus dem gleichen Haushalt oder Kollegen welche auch in der Arbeit als Team arbeiten ausgenommen. Personen welche im gleichen Haushalt leben oder zusammen als Team Arbeiten (z.B. Bürogemeinschaft oder Kinderbetreuung in der gleichen Gruppe).
  4. Der Lehrgangsleiter belehrt alle Teilnehmenden vor Lehrgangsbeginn, auf die einzuhaltenden Abstands- und Hygieneregelungen welche auch außerhalb des Lehrgangsraumes (unter anderem Aufenthaltsbereich, Verkehrswege und sanitärer Bereich).

3. Maßnahmen bei Teilnehmerübungen


  1. Während des Lehrgangs müssen die Teilnehmenden feste Ausbildungsteams bilden, welche nicht getauscht werden dürfen.
  2. Bei Teilnehmerübungen sind Mund-Nasen-Bedeckungen/Mund-Nasen-Schutz in der jeweilige vorgeschriebenen Schutzklasse (z.B. FFP2) Einmalhandschuhe und ggf. Schutzbrille  zu tragen.
  3. Die Übung der Atemkontrolle wird nicht am Teilnehmenden, sondern am Phantom geübt.
  4. Bei der Übung der Seitenlage wird die Atemkontrolle nur angedeutet.
  5. Ist aufgrund regional behördlicher Verfügungen das Üben mit direktem Körperkontakt verboten, wird die Seitenlage und Helmabnahme als Ausbilderdemonstration am Phantom oder über andere geeignete Visualisierungstechniken vermittelt.
  6. Die Teilnehmerübung zur Wiederbelebung nur mittels Einhelfer-Methode geübt.
  7. Das Anlegen von Wundverbänden, wurde weder in der FeV noch den Vorgaben der DGUV der betrieblichen Erst-Helfer ausgesetzt. Für die Ausbildung der Kopfverbände werden Ausbildungsköpfe bereitgehalten und für die Armverbände geeignete Ersatzarme. 
  8. Auf die Orale/Nasale Beatmung von Ausbildungsphantomen wird komplett verzichten. In der Laienausbildung wird lediglich das Beatmen angedeutet und bei Pflegepersonen wird die Beatmung nur mittels Beatmungsbeutel mit Beatmungsfilter am Phantom durchgeführt. Der Ablauf der Wiederbelebung ist von jedem Teilnehmenden als kompletter Handlungsablauf zu üben. Jedem Teilnehmenden ist trotzdem ein eigener, ordnungsgemäß des infizierter Gesichtsteil zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich ist die Brusthaut nach jedem Teilnehmenden desinfizierend abzuwischen.
  9. Bei der Wiederbelegung mit AED wir dieser nur von der Durchführenden Person verwendet!

4. Maßnahmen nach der Schulung


  1. Benutzte Gesichtsmasken werden in einem geschlossenen Behältnis/Sack aufbewahrt.
  2. Die Aufbereitung des gesamten Übungsmaterials, insbesondere der Gesichtsmasken erfolgt nach den Vorgaben der Handlungsanweisung zur Desinfektion und wird ordnungsgemäß dokumentiert.

Fürth, den 23. 04. 2021

 

Benjamin Haas

Der 1. Vorsitzender & Hygienebeauftragter im Gesundheitswesen