Was ist ein Notfall?


Als Notfall gilt jede (unvorhergesehene) Situation, in der eine drohende Gefährdung für Sachen, Tiere oder die körperliche Unversehrtheit von Menschen eintritt. Dies deckt sich mit den Aufgaben der Feuerwehr. Notfälle sind z. B. große Überschwemmungen, Großbrände, Flugzeugabsturz oder ein medizinischer Notfall.

In der Medizin unterscheidet man zwischen Alltagsnotfälle, Sportunfälle, die Katastrophe, den Säuchenfall und die ambulante Akutversorgung.

In der Notfallmedizin werden insbesondere Fälle als Notfall angesehen, wenn diese bedrohliche Störungen der Vitalparameter, Störungen des Bewusstseins, Störungen der Atmung, des Kreislauf oder stärkste schmerzen die Akut aufgekommen sind.

 

Ebenso können Notfälle des Wasser- Elektrolyt Haushalt, Säure-Basen Haushalt, Körpertemperatur und Stoffwechsel kommen.

In den letzten Jahren kann in den psychiatrischen Notfallsituationen nicht nur zu suizidalen, sondern auch zu akuten Psychosen oder Gewalt zugenommen, welche durch den Rettungsdienst oder eine sofortige Notärztliche Behandlung erforderlich machen.

Wie zu erkennen ist, passieren die meisten Unfälle durch stürzt und nicht durch Ertrinken oder Verbrennungen. 

 

Ich kann mir das dahin erklären, dass viele Eltern die potenziellen Gefahren eines Sturzes nicht erkennen.

 

Über die Gefahren klären wir Sie im Bereich Stürzte und Schädelhirntrauma auf.

 

Übergang der Aufsichtspflicht bei Notfällen


2001 hat der Bundesgerichtshof in Absprache mit der Bundesstaatsanwaltschaft festgestellt, dass bei Notfällen der Rettungssanitäter das Obhutsverhältnis übernimmt und durch die gesetzliche Garantenstellung die Verantwortung für das Rechtsgut Gesundheit übernimmt. 

 

Das bedeutet aber auch, dass die Sorgeberechtigten sofort und unmittelbar informiert werden müssen.

Wenn dem Kind etwas passiert ist und es mit dem Rettungsdienst zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gefahren wird. Mit der Übergabe des Patienten (Kind) an das weiterbehandelnde Krankenhaus personal, welches ein Gesundheits- und Krankenpfleger oder ein Arzt sein kann, geht an diesen die Obhutspflicht über, bis das Kind  (Patient) von den Sorgeberechtigten angeholt werden kann.

 

Im Fall, dass die Sorgeberechtigten nicht erreicht werden können und notwendige Behandlungsmaßnahmen ergriffen werden müssen, muss sich das Krankenhaus an das Familiengericht wenden. Nur das Familiengericht und nicht das Jugendamt dürfen die Entscheidung der Sorgeberechtigten rechtskräftig ersetzten. Im Fall, dass die behandelnden Ärzte die Meinung vertreten, ob es ausreichend ist, ob bei dringenden aber nicht Lebensbereichen Maßnahmen eine Inobhutnahme des Kindes ausreichend oder geboten wäre, möchten wir nicht bezweifeln, aber auch nicht untermauern. 

 

Jedoch ist gesetzlich geregelt, wenn eine akute Kindeswohlgefährdung eingetreten ist und das Jugendamt das Kind in Obhut nehmen muss, was aber nicht automatisch bedeutet, dass das Jugendamt alle gesetzlichen Rechte der Sorgeberechtigten inne hat. Um weitreichende rechtliche Probleme abzufangen, empfehlen wir, an Tage einen Richter am Familiengericht telefonisch und schriftlich anzurufen damit dieser einen Beschluss fasst oder außerhalb der Dienstzeiten, mittel Notruf der Polizei, den Diensthabenden Staatsanwalt zu erreichen damit dieser den Diensthabenden Richter erreicht und einen Beschluss fassen kann. 

Bei Lebensbedrohlichen Situationen, die zum Beispiel eine sofortige Notoperation erfordert, ist das wieder anders geregelt.

 

Hilfreich ist es auch, wenn bei Jugendgruppen oder Schulen wie Kindergärten eine Handlungsvereinbahrung oder Vollmacht für den Arztbesuch zwischen Sorgeberechtigten und betreuenden geschlossen wurde.

 

Mit solch einer Regelung, können Sie als Sorgeberechtigte entscheiden, was das betreuende Personal darf und was nicht.

Medikamentengabe in der Kinder- und Jugendarbeit